Ema.Li Texte

Anerkennung, Umverteilung, Gerechtigkeit.

Bernd Hüttner widmet sich in seinem Beitrag den "Problemen einer postfordistischen Linken", so der Untertitel seines in Utopie kreativ 188 (2006), S. 537-541 veröffentlichten Textes.
Das ganze Heft als PDF findet sich hier
http://www.rosalux.de/cms/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Utopie_kreativ/188/188.pdf

Welche Bedeutung haben Demokratie und Sozialismus für eine emanzipatorische Linke?

karl-heinz pachura
(dielinke.pds dortmund)

Auch eine Kritik zum Aufruf für eine antikapitalistische Linke und über die darin implizit postulierte Einheit von bürgerlicher und politischer Gesellschaft.

Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Ökologie

Dieses Paper soll den Gedanken um die im Eingangspaper „Freiheit und Sozialismus – Let’s make it real“ behandelte Verbindung von Freiheit und Gleichheit um den einer Verbindung von Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie erweitern.(1) Dazu werde ich im ersten Abschnitt die neoliberale Freiheitsvorstellung diskutieren und aufzeigen, warum dieser aufgrund der konsequenten Ausblendung einer sozialen Gerechtigkeit zwingend im Zynismus endet. Im zweiten Abschnitt fasse ich die im Eingangspaper aufgezeigte Verbindung von Freiheit und Gleichheit zusammen und zeige im dritten Abschnitt, dass Ökologie nur ein weiterer Bestandteil dieser Wertvorstellung ist.

Vom Paradoxon des Anteils der Arbeitslosigkeit an gesellschaftlicher Arbeit

von Peter Porsch

1. Nach Marx besteht ein Hauptwiderspruch kapitalistischer Ökonomie in der vergesellschafteten Produktion bei privater Aneignung des Produktionsgewinnes.

Pro Elterngeld –Überlegungen zur Familienpolitik der Linkspartei

von Falk Neubert

Für viele klingt es im ersten Moment ungerecht: Eltern mit höherem Einkommen sollen wesentlich mehr Elterngeld erhalten als geringverdienende Eltern –was ja passiert, wenn das Elterngeld abhängig vom Nettoeinkommen ist. Und da drängt sich geradezu die Frage auf, ob denn Kinder der Besserverdienenden mehr wert seien als andere Kinder? Diese Kritik, die in der Form auch von Politikern der Linkspartei formuliert wird, greift aus meiner Sicht zu kurz und vor allem: sie ist zu wenig differenziert. Denn Eltern- und Kinderförderung werden in dieser Diskussion vermischt.

Einige Anmerkungen zum Papier der emanzipatorischen Linken

von Jörg Schindler und Kolja Möller

Das Papier "Emanzipatorische Denkanstöße für die neue Linke" ist doppelt wichtig: Es macht sichtbar, dass in der Mitte der Partei jenseits der klassischen Realo-Fundi-Kontroversen produktive Diskussionen über das Profil einer neuen Linken stattfinden, in denen unter eine emanzipatorischen Klammer linksalternative und antikapitalistische Politikansätze zusammenfinden. Und es verdeutlicht die große Herausforderung, vor dem eine neue Linkspartei stehen wird: Die tradierten Konfliktlinien des 20. Jahrhunderts (Reform und Revolution, Regierung und Opposition, Arbeiterklasse und Mittelschichten etc..) zu überwinden oder zumindest so einzuhegen, dass sie sich produktiv auf das Gesamtprojekt auswirken.

Thesen

von Olaf Mimiec

Vorbemerkung: Der folgende Text nimmt die Themensammlung, die vorher verschickt wurde, nicht komplett auf. Der Grund ist nicht (primär) die Faulheit des Autors, sondern die Überzeugung, dass nach der kritischen Lektüre und Diskussion dieses Textes Änderungsvorschläge und Ergänzungen in ohnehin konkreter Form vorgetragen werden.

1. "Welt ist alles, was der Fall ist." (Wittgenstein)

2. "Emanzipatorische Linke" ist zunächst ein Gruppenname. Die Gruppe definiert sich nicht als sächsische Gruppierung, noch als Gruppierung innerhalb des sächsischen Landesverbands der PDS. "Emanzipatorische Linke" ist ein Titelwort für ein politisches Selbstverständnis, das im Folgenden expliziert werden soll.

Eine neues Dispositiv für die emanzipatorische Linke: In der Mitte des Neugründungsmosaiks

von Kolja Möller

Michel Foucault verwendet den Begriff des Dispositivs, um eine Diskursformation zu kennzeichnen, in der Macht, Wahrheit und Recht zusammentreten und Praktiken institutionalisiert werden, die menschliches Begehren (desir) und gesellschaftliche Not (urgence) befriedigen. Johannes Buchner und ich haben im Mai des vergangenen Jahres diesen Begriff ein wenig zweckentfremdet und ein "Dispositiv der pluralen Linken" eingefordert (siehe ND 24.5.05): In ihm soll sich die organisationspolitische Neuordnung der Linken mit unterschiedlichen Positionen und linken Traditionslinien verknüpfen.

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